Part of Anicura
+
24h Notdienst 02262/755 20
+
24h Notdienst 02262/755 20
Tierklinik Korneuburg Facebook 4 VETS Suchen Suchen

Minimal invasive Chirurgie (MIC) bezeichnet als Oberbegriff operative Eingriffe mit kleinstem Trauma (mit kleinster Verletzung von Haut und Weichteilen).
Sie wurde zu Beginn der 1990 Jahre in der Humanmedizin entwickelt und vorerst zur operativen Entfernung der Gallenblase eingesetzt und in den letzten Jahren auch intensiv für den Einsatz in der Veterinärmedizin weiterentwickelt.

Bei der minimalinvasiven Chirurgie setzt der Chirurg statt einem großen Schnitt, durch den er Einsicht in den Körper hat und auch arbeitet, mehrere kleine Schnitte durch die er sein Endoskop sowie Arbeitswerkzeuge einführt. Über das Endoskop wird eine Bild auf einen Monitor übertragen an dem der Chirurg seine Arbeit überwacht.



Mag. Wolfgang Kneifel

Mag. Wolfgang Kneifel

Seit April 2015 haben wir mit Mag. Wolfgang Kneifel einen zusätzlichen Experten auf dem Fachgebiet der Veterinärchirurgie gewinnen können, der unter anderem Spezialist für minimalinvasive Chirurgie ist.


Haben Sie Fragen haben? Gerne können Sie Ihm persönlich eine Email schreiben:
Email an Mag. Wolfgang Kneifel

Die Vorteile der minimalinvasiven Chirurgie für Hunde und Katzen:

  • wesentliche kleineren Narben und dem damit verbunden Risiko der Wundheilungsstörungen   (Infektionen)
  • schnellerer Genesungszeit (kürzerer Stationsaufenthalt)
  • weniger Schmerzen und schnellerer Mobilisation für den Patienten
  • geringerer Blutverlust während der OP
  • deutlich kürzerer Schonzeiten für den Patienten nach dem Eingriff

Für den Chirurgen bietet sich der Vorteil, dass moderne Kameras gestochen scharfe Bilder mit bis zu 20facher Vergrößerung liefern und die Sicht auf Grund weniger starker Blutungen oft vielmals besser ist. Durch den Einsatz von Winkeloptiken ist oftmals Einblick in Regionen möglich, die bei der offenen Operation nur begrenzt einsehbar sind.
Komplikationen wie Blutungen fallen sofort auf und können durch eine adäquate Blutstillung elektrochirurgisch schnell und sicher gestillt werden.

Die minimalinvasive Chirurgie gliedert sich in 3 Hauptbereiche die bei uns in der Klinik durchgeführt werden:


1. Thorakoskopie (minimalinvasiv chirurgische Eingriffe in die Brusthöhle)

Mit dieser minimalinvasiven Methode können verschiedene Organe im Brustkorb wie zum Beispiel Brustfell, Lunge und Herz beurteilt, sowie auch Gewebeproben entnommen werden ohne den Brustkorb entlang des Brustbeins oder zwischen den Rippen mittels herkömmlicher Schnittoperation öffnen zu müssen.
Häufige OP Indikationen für die Thorakoskopie sind die Gewinnung von Gewebeproben der Lunge zur Klärung der Ursache schwerwiegender chronischer Lungenerkrankungen und Perikardfensterungen bei rezidivierenden Perikardergüssen (Herzbeutelergüssen).


2. Laparoskopie (minimalivasive chirurgische Eingriffe in die Bauchhöhle)

Mit dieser minimalinvasiven Methode werden Operationen in der Bauchhöhle durchgeführt ohne diese wie herkömmlich über große Hautschnitte öffnen zu müssen.
Damit der Chirurg genügend Platz und Sicht hat wird der Bauchraum mit Gas (medizinisches CO2) aufgeblasen.
Laparoskopische Techniken haben sich in den letzten Jahren für eine wachsende Anzahl von Eingriffen und Indikationen etabliert wie zum Beispiel:

  • Probennahme von Leber oder Bauchspeicheldrüse
  • Kastration von Hündinnen (Ovariektomie = Eierstockentfernung)
  • Entfernung von kryptorchiden, intraabdominalen Hoden
  • vorbeugenden Fixation des Magens an der Bauchwand bei Hunden solcher Rassen, die stark zur lebensgefährlichen     Magendrehung neigen
  • Beurteilung der Bauchorgane, wenn ein krankhafter (pathologischer) Prozess vermutet oder bei   einer vorausgegangenen Ultraschalluntersuchung des Abdomens bereits festgestellt wurde. Alle   inneren Organe wie Leber einschließlich der Gallenblase, Pankreas (Bauchspeicheldrüse), Lymphknoten, Nieren, Harnblase, Prostata, Magen und Darm usw. sind sehr gut beurteilbar.


3. Arthroskopie (minimalivasive chirurgische Eingriffe an Gelenken)

Die Arthroskopie wird auch als Gelenksspiegelung bezeichnet und ist bestens geeignet um die innere Feinstruktur eines Gelenks zu untersuchen und Operationen im Gelenk durchzuführen.
Das häufigste Einsatzgebiet für Arthroskopie ist das Schulter- und Ellbogen sowie Kniegelenk. Diese Technik ist auch für Untersuchungen im Sprung- sowie Handwurzelgelenk einsetzbar. Mit Hilfe der Arbeitsinstrumente die über die kleinen Hautschnitte eingebracht werden, können unter anderem Gewebeproben aus dem Gelenk genommen und abgebrochene Knorpel- Knochenstücke sowie Fremdkörper entfernt werden. Folgende Eingriffe können durchgeführt werden:

  • Behandlungen der Schulter
  • Behandlung der Ellbogengelenkdysplasie (FPC, OCD)
  • Untersuchung und Behandlung des Kniegelenks (Kreuzbandbeurteilung, Meniskusschäden)
  • Untersuchung des Hüftgelenks auf Schäden des Knorpels

Der große Vorteil einer Arthroskopie: Die Belastung für den Patienten ist minimal und das arthroskopierte Gelenk kann in der Regel gleich wieder belastet werden. Dadurch können, sofern mehrere Gelenke behandelt werden müssen, alle Eingriffe in nur einer Sitzung durchgeführt und Mehrbelastungen durch wiederholte Narkosen vermieden werden.

Anfahrt

Videos

FAQ

Presse